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Gemeinde Buch a.Erlbach  |  E-Mail: poststelle@buch-am-erlbach.de  |  Online: http://www.buch-am-erlbach.de

Energie- und Klimaschutzkonzept

 

Die Gemeinde Buch a. Erlbach hat als eine der ersten Gemeinden im Landkreis Landshut beschlossen ein Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeiten zu lassen, um künftig koordiniert, strukturiert und systematisch im Themenbereich Energie- und Klimaschutz vorgehen zu können sowie konkrete energiepolitische Ziele zu verankern.  Inzwischen wurde vom Institut für Systemische Energieberatung der Hochschule Landshut unter Mithilfe der Gemeinde, des Energieausschusses sowie verschiedener Behörden und Unternehmen ein Energie- und Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Buch a. Erlbach erarbeitet. Das Konzept beinhaltet Analysen zum Energieverbrauch, zum CO2-Ausstoß sowie Potzenialaussagen zu Energieeinsparungen, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz von erneuerbaren Energien. Darauf aufbauend wurde ein Maßnahmenkatalog zusammengestellt, mit dem die selbstgesteckten Ziele hinsichtlich Energieverbrauchs- und Emissionsreduzierung bis zum Jahr 2020 erreicht werden können.

 

Die Erhebung brachte einige interessante Daten ans Licht. So werden, ohne die Vatersdorfer Ziegelei, bereits 70 % des Stromverbrauchs der Gemeinde durch lokale Erzeugung aus regenerativen Energien gedeckt. Den Löwenanteil steuert hierbei die Biomasseanlage in Sochenberg bei. Doch der Fokus sollte nicht nur auf der umweltfreundlichen Erzeugung von Energie, sondern einem verantwortungsvollen Energieverbrauch liegen. In der Gemeinde enfallen 50 % des Primärenergieverbrauchs auf den Verkehr und nur 12 % auf Strom und 38 % auf Wärme. Gerade in den letztgenannten Bereichen lassen sich bei den privaten Haushalten vielfältige Maßnahmen zur Energieeinsparung treffen. Deshalb werden im Energiekonzept allem voran Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung vorgeschlagen.

 

Die Motivation für Eniergiesparen ist einfach, denn es lässt sich heute schon direkt Geld verdienen. So amortisiert sich beispielsweise der Austausch einer Heizungswärmepumpe bereits nach 2 bis 3 Jahren und spart in den folgenden Jahren bis zu 100 € jährlich. Ähnliches trifft auch auf den geziehlten Einsatz von LED Lampen zu. Bei steigenden Heizölpreisen lässt sich durch Dämmungsmaßnahmen und konsequent richtiges Heizen und Lüften schon jetzt viel Geld sparen. Der Austausch eines ineffiezienten Heizkessels rentiert sich jetzt sofort. Eine gezielte Beratung ermöglicht oder vermittelt die Landshuter Energieagentur.

 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 21.11.2006 ein Förderprogramm für "ökologisches Bauen" in der Gemeinde beschlossen. Die Förderung der Gemeinde sieht vor, Bauherren, die für den Neubau eines Gebäudes oder die Sanierung von Altbauten (Baujahr 1982 und älter) eine Energieberatung durch die Landshuter Eniergieagentur (LEA) in Anspruch nehmen, eine einmaligen Zuschuss zu den Beratungskosten in Höhe von 200,00 EUR zu gewähren. Die Auszahlung erfolgt auf formlosen Antrag gegen Vorlage eines entsprechenden Beratungsgutachtens mit Kostenrechnung durch die Gemeindeverwaltung.

 

Die Gemeinde ist sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst und setzt die vorgeschlagenen Maßnhamen in ihren Liegenschaften bereits um. Beispielsweise wurde das Rathaus gedämmt sowie das Dach mit einer Photovoltaikanalge ausgestattet.

 

Analysiert werden im Energiekonzept auch größere Projekte wie eine Windkraftanlage, Freiflächensolaranlagen oder Nahwärmenetze für einzelne Siedlungsgebiete. Mit diesen ließe sich die Energiebilanz des Ortes substantiell verbessern.

 

Diese Projekte müssen aber wohlüberlegt sein und können nicht einfach seitens der Gemeinde gestemmt werden. Deshalb wird vom Energieausschuss die Gründung einer Energiegenossenschaft nach Vorbild anderer Gemeinden wie Geisenhausen in Betracht gezogen.

 

Mit dem Energiekonzept steht eine fundierte Bais zur Verfügung, nach der sich effiziente Maßnahmen für eine lokalen Beitrag zur Energiewende ableiten lassen. Es liegt nun an uns Bürgern diese umzusetzten und weiterzuentwickeln. Der komplette Bericht kann bei der Gemeinde eingesehen werden.

 

 

 

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